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Heute wie damals.

Im Jahr 1888 gründete Kommerzienrat Carl Dinkelacker die Brauerei seines Namens in der Tübinger Straße in Stuttgart. Noch im selben Jahr wurden ein neues Vorderhaus mit Hauswirtschaft, eine Mälzerei, ein Sudhaus und ein Maschinenhaus gebaut.
 
Schon im Frühjahr 1889 wurde das erste Glas Dinkelacker Bier ausgeschenkt. Wirtschaftlich gesehen waren die ersten Jahre der jungen Brauerei allerdings schwierig - denn die Konkurrenz am Platz war mit einer Reihe gut geführter Brauereien ausgesprochen stark. Dass sich der Erfolg dennoch rasch einstellte, war dem "ausgeprägten Qualitätsbewusstsein Carl Dinkelackers und dem engen Kontakt zu der treu dem Hause verbundenen Kundschaft" zu verdanken - so ein zeitgenössischer Chronist.
 
Bereits 1894 entstanden eine neue Mälzerei und ein neues Sudhaus.
 
1896/97 wurde der Flaschenbierverkauf eingeführt, um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden.
 
Am 4. Februar 1899 schrieb das Stuttgarter Deutsche Volksblatt: "Die Brauerei Dinkelacker hat sich in kurzer Zeit zu einer der größten am Platze aufgeschwungen." Zu dieser Zeit waren schon über 30 Pferde sowie 3 Eisenbahnwaggons nötig, um das Bier an die Kunden auszuliefern.
 
Zu jener Zeit war es auch, da Carl Dinkelacker begann, das erste Bier nach Pilsner Brauart in Stuttgart zu brauen - die berühmte Spezialität, die unter dem Namen "CD-Pils" bekannt und berühmt wurde, und die bis heute stolz die Initialen des Gründers trägt.
 
Im Jahr 1901 beschäftigte die Brauerei 140 Angestellte und erreichte einen Ausstoß von 140.000 Hektolitern.
 
Der Erste Weltkrieg schließlich stellte die Brauerei vor schwere Herausforderungen. Und auch in den Jahren danach war das Wirtschaften nicht einfach. Mit "Bescheidenheit in den Bedürfnissen, Einfachheit in der Lebensführung, vor allem aber mit unermüdlichem Arbeitseifer" - so eine Chronik aus den 30er Jahren - führte Kommerzienrat Carl Dinkelacker sein Unternehmen durch diese schwierigen Zeiten - ebenso wie durch die folgende Wirtschaftskrise.
 
1934 starb Carl Dinkelacker. Seine beiden Söhne Carl und Alfred übernahmen die Führung der Brauerei und bauten das Unternehmen weiter aus - mit Erfolg. Schließlich waren die Söhne in und mit der Brauerei des Vaters groß geworden. Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges hatte der Ausstoß fast 300.000 hl erreicht.
 
Im Laufe des Kriegs ging die Produktion um zwei Drittel zurück. Erst in den fünfziger Jahren erholte sich die Brauerei, und der Ausstoß begann wieder zu wachsen.
 
1959 starb Carl Dinkelacker jun., 1965 schließlich auch sein Bruder Alfred. Nach dessen Tod führte sein Sohn Peter, zusammen mit Dr. Heinz Ammon, die Brauerei weiter. Zu dieser Zeit wurden bereits über 700.000 hl Bier im Jahr gebraut.
 
Auf der Weltausstellung 1964 in New York war Dinkelacker mit einer eigenen Gaststätte vertreten. Auch die Lufthansa servierte ihren Passagieren frische Dinkelacker-Biere.
 
1967 trat Wolfgang Dinkelacker, der Enkel Carl Dinkelackers, in die Geschäftsleitung der Brauerei ein.
 
1971 wurde die Fusion mit der Stuttgarter Brauerei Wulle AG vollzogen - ein Schritt, der nicht nur die führende Position der Brauerei in Baden-Württemberg festigte, sondern den jährlichen Bier-Ausstoß nach Hektolitern zum ersten Mal über die Millionengrenze hob.
 
1984 feierte ganz Stuttgart den Gewinn der Deutschen Fußballmeisterschaft durch den VfB - allen voran der Hauptsponsor Dinkelacker.
 
Die 90er Jahre standen ganz im Zeichen der Konzentration und Innovation: Mit der Errichtung von neuen Gär- und Lagertanks im Jahr 1998 verfügt Dinkelacker über eine der modernsten und umweltfreundlichsten Brauanlagen der Welt.
 
Heute zeigt sich deutlicher denn je, was den Erfolg der Brauerei und ihrer Biere über die Jahrhunderte ausgemacht hat. Es sind der Geist und die Prinzipien Carl Dinkelackers, der einmal sagte:
 
"Wirtschaften heißt, seine ganze Kraft zum Nutzen dessen einzusetzen, was man herstellt, sich mit seinem Wort für die Güte seiner Ware verbürgen und in guten wie in schlechten Zeiten zu seinem Wort zu stehen."
 
Diesem Grundsatz sind wir bis heute treu geblieben. Und setzen ihm mit unserem Qualitätssiegel der Privatbrauerei, das für die Werte Mensch, Qualität und Nachhaltigkeit steht, ein deutliches Zeichen.
 
Dinkelacker. Von ganzem Herzen hier.